Geschichte
Auf einer Anhöhe über der Kurfürstenstraße erhebt sich die Lohrbacher Dorfkirche, deren Anfänge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Die mittelalterliche Chorturmkirche war einst vom Friedhof umgeben, an den zwei heute noch erhaltene Grabmäler erinnern. Seit 1556, als in der Kurpfalz die Reformation offiziell eingeführt wurde, dient das Bauwerk dem evangelischen Gottesdienst. Die enge Verbindung, die damals zum landesherrlichen Wasserschloss bestand, spiegelt sich im Allianzwappen, das die reformierte Kurfürstin Amalia um 1590 an der südlichen Chorwand der Kirche anbringen ließ.

Es war dem Bevölkerungswachstum zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschuldet, dass man in den Jahren 1817/1818 die baufällige und zu klein gewordene Kirche abbrach und durch ein schlichtes, saalartiges Langhaus im Stil des Klassizismus ersetzte. Lediglich der wuchtige Turm mit seinem gotischen Untergeschoss, der nun um ein Stockwerk erhöht wurde, blieb erhalten. Schon beim ersten Blick gibt sich der Neubau als refomierte Predigtkirche zu erkennen, an deren Stirnseite die Kanzel als Ort der Verkündigung des Wortes Gottes dominiert.























